Forschung

Eine Kampfkunst aus der Geschichte gespeist wird nicht ohne die Erforschung ihrer Ursprünge gedeihen können. Vielmals versuchen “Historische Fechter” anhand von “Logik” ihre Kunst zu gestalten, leider ist der mäßige Erfolg solcher Mühen die Anstrengung nicht wert. Was über Jahrhunderte erprobt und optimiert wurde, lässt sich nicht in der Kürze einer Lebenszeit neu erfinden. Weitaus lohnenswerter ist es, die alte Kunst in ihrer Tiefe zu erforschen. Dies ist ebenfalls mühevoll und bedeutet das Erlernen und Anwenden von wissenschaftlichen Methoden. Alte Handschriften zu finden und zu entziffern, ihre Worte zu entschlüsseln und in den richtigen historischen Kontext zu setzen, geschieht nicht im Vorbeigehen. Es ist fast ebenso anstrengend wie das stetige Üben der Kunst selber, das nicht unterbrochen werden darf.

Das Ergebnis der doppelten Anstrengung in Theorie und Praxis ist eine solide Kampfkunst basierend auf dem Wissen der Alten und der Erprobung in der Moderne. Doch muss sich heute nicht jeder einzelne Fechter dieser Mühen unterziehen. Wenn es auch keine Abkürzung im Erlernen und Üben einer Kampfkunst gibt, so teilen wir gerne die Ergebnisse unserer Forschung mit der Gemeinschaft aller Fechter.

 

Alte Bücher

Fechtbücher

Die Quellen unserer Kampfkunst sind die Notizen und Fachbücher aus dem späten Mittelalter und der Renaissance. Diese wurden von Fechtmeistern zumeist im Auftrag von Mäzenen erstellt, um die Kunst festzuhalten und weiter zu geben.
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Findbuch 69Urkunden

Die Fechtkunst lässt sich nicht ohne Kontext ermitteln. Dient ein Fechtstück zur Schau, zum sportlichen Wettkampf oder dazu den Tod  abzuwenden. Das Umfeld der Fechtquellen ist wichtig. Daher überträgt die Forschungsgruppe der Neuen Marxbrüder die handschriftlichen Urkunden.

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Geschichte(n) des “Historischen Fechtens”

Das Fechten nach Historischen Quellen ist keine Neuerscheinung. Tatsächlich besann man sich schon im Mittelalter gern der Helden der griechischen Klassik und bezog man sich in der Renaissance gern auf die “Alten Teutschen” mit ihrer Kampfkunst. Wie so oft, war der Blick in die Vergangenheit verklärt und diente maßgeblich dazu, die eigene Agenda zu stützen.

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Fechtmeister

Die Autoren der Fechtbücher werden allgemein als Fechtmeister gesehen. Allerdings sind die Verfasser und Schreiber der Bücher nicht unbedingt Meister der Kampfkunst gewesen. Sondern sie kopierten und interpretierten Texte ihrer Lehrmeister. Nicht selten nahmen die Autoren wie wir alte Manuskripte in die Hand und versuchten diese zu verstehen.

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Buckler und Schwert, Paulus Hector MairRitterliche Wehren

Im Fechten nach Historischen Quellen treffen wir auf eines der letzten Überbleibsel der christlich-abendländischen Ritterlichkeit. Die Fechtkunst spiegelt sich in den erhaltenen Quellen den ritterlichen Grundgedanken wider, dass die angemessene Form der Auseinandersetzung der Zweikampf mit gleichen Waffen ist.

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Römische Fechtschule, Georg Balthasar Probst, 1770Fechtlehre

Die Interpretation der alten Handschriften basiert auf Text- und Bildanalyse, sowie eigenem Erfahrungsschatz in der Vermittlung der Kampfkunst. Die Handschriften beschreiben eine Methodik zur Lehre der Fechtkunst. Es ist uns nicht möglich in exakt gleicher Weise zu fechten, doch können wir ihre Methodik verwenden, um eine gleichwertige und völlig entsprechende Kampfkunst zu lehren.

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Jeanne de Clisson, Jeanne de BellevilleKriegerinnen und Vorkämpferinnen

Rohe Kraft wird mit Kunst überwunden. Dies ist ein Kernsatz der historischen Quellen zur Kampfkunst. Kunst bedarf den Willen zur Ausbildung auf der Seite der Lehrer und Lehrerinnen, sowie den Willen etwas zu lernen auf der Seite der Schüler und Schülerinnen. Wir wollen mit den historischen Beispielen hier zeigen, dass Frauen und Kampfkunst zusammen gehören.

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