Forschung

Eine Kampfkunst aus der Geschichte gespeist wird nicht ohne die Erforschung ihrer Ursprünge gedeihen können. Vielmals versuchen Historische Fechter anhand von “Logik” ihre Kunst zu gestalten, leider ist der mäßige Erfolg solcher Mühen die Anstrengung nicht wert. Was über Jahrhunderte erprobt und optimiert wurde, lässt sich nicht in der Kürze einer Lebenszeit neu erfinden. Weitaus lohnenswerter ist es, die alte Kunst in ihrer Tiefe zu erforschen. Dies ist ebenfalls mühevoll und bedeutet das Erlernen und Anwenden von wissenschaftlichen Methoden. Alte Handschriften zu finden und zu entziffern, ihre Worte zu entschlüsseln und in den richtigen historischen Kontext zu setzen, geschieht nicht im Vorbeigehen. Es ist fast ebenso anstrengend wie das stetige Üben der Kunst selber, das nicht unterbrochen werden darf.

Das Ergebnis der doppelten Anstrengung in Theorie und Praxis ist eine solide Kampfkunst basierend auf dem Wissen der Alten und der Erprobung in der Moderne. Doch muss sich heute nicht jeder einzelne Fechter dieser Mühen unterziehen. Wenn es auch keine Abkürzung im Erlernen und Üben einer Kampfkunst gibt, so teilen wir gerne die Ergebnisse unserer Forschung mit der Gemeinschaft aller Fechter.

 

Alte Bücher

Fechtbücher

Die Quellen unserer Kampfkunst sind die Notizen und Fachbücher aus dem späten Mittelalter und der Renaissance. Diese wurden von Fechtmeistern zumeist im Auftrag von Mäzenen erstellt, um die Kunst festzuhalten und weiter zu geben.

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Buckler und Schwert, Paulus Hector MairRitterliche Wehren

Im Historischen Fechten treffen wir auf eines der letzten Überbleibsel der christlich-abendländischen Ritterlichkeit. Die Künste des Historischen Fechtens spiegeln in den erhaltenen Quellen den ritterlichen Grundgedanken wider, dass die angemessene Form der Auseinandersetzung der Zweikampf mit gleichen Waffen ist.

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Römische Fechtschule, Georg Balthasar Probst, 1770Fechtlehre

Die Interpretation der alten Handschriften basiert auf Text- und Bildanalyse, sowie eigenem Erfahrungsschatz in der Vermittlung der Kampfkunst. Die Handschriften beschreiben eine Methodik zur Lehre der Fechtkunst. Es ist uns nicht möglich in exakt gleicher Weise zu fechten, doch können wir ihre Methodik verwenden, um eine gleichwertige und völlig entsprechende Kampfkunst zu lehren.

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Fechtmeister

Die Autoren der Fechtbücher werden allgemein als Fechtmeister gesehen. Allerdings sind die Verfasser und Schreiber der Bücher nicht unbedingt Meister der Kampfkunst gewesen. Sondern sie kopierten und interpretierten Texte ihrer Lehrmeister. Nicht selten nahmen die Autoren wie wir alte Manuskripte in die Hand und versuchten diese zu verstehen.

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Römische Fechtschule, Georg Balthasar Probst, 1770Urkunden

Die Fechtkunst lässt sich nicht aus den Büchern ermitteln, ohne den Kontext zu kennen. Dient ein Fechtstück zur Schau, zum Gewinn auf einem sportlichen Wettkampf oder dazu den Tod im ernsten Gefecht zu abzuwenden. Das Umfeld der Fechtquellen ist fast ebenso wichtig, wie die Quelle selber. Daher überträgt die Forschungsgruppe der Neuen Marxbrüder die handschriftlichen Urkunden in ein für alle lesbares Format.

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